Wildfolgevereinbarungen

Abschluss von Wildfolgevereinbarungen mit Jagdnachbarn ist zwingend!

Wildfolge bedeutet die Verfolgung krank geschossenen, schwer kranken oder schwer verletzten Wildes in einen fremden Jagdbezirk. Vor Inkrafttreten des neuen Landesjagdgesetzes (LJagdG n.F.) am 22.07.2010 bestimmten sich die rechtlichen Voraussetzungen der Wildfolge in Rheinland-Pfalz nach §22a Bundesjagdgesetz (BJagdG) in Verbindung mit §§21, 22 Landesjagdgesetz alter Fassung (LJagdGn.F.) und den tierschutzrechtlichen Vorschriften sowie nach der Fortentwicklung durch die Rechtsprechung. In § 35 LJagdG n.F. ist die Wildfolge nun ausführlich geregelt. Durch die Vorschriften wird nun ermöglicht, dass krank geschossenes, schwer krankes oder schwer verletztes Wild möglichst schnell von seinen Leiden erlöst werden kann. Während nach der vorherigen Gesetzeslage zu Gunsten des Tierschutzes teilweise auf den übergesetzlichen Notstand zurückgegriffen wurde, herrscht nun mehr Rechtssicherheit.

Die wesentlichen Bestimmungen ergeben sich bereits aus dem Gesetzestext selbst. Das Vorgehen bei der Wildfolge im Einzelnen ist durch die Jagdnachbarn mithilfe einer zivilrechtlichen Vereinbarung zuregeln. Gemäß § 35 Abs. 3 S. 1 LJagdG n.F. sind benachbarte jagdausübungsberechtigte Personen verpflichtet, innerhalb von drei Monaten nach Beginn der Jagdnachbarschaft eine schriftliche Wildfolgevereinbarung zu treffen. Bei bestehenden Jagdnachbarschaften bedeutet dies, dass innerhalb von drei Monaten nach Inkrafttreten des neuen Landesjagdgesetzes, also spätestens seit dem 22.10.2010 eine schriftliche Vereinbarung vorliegen muss. Besteht bereits eine Wildfolgevereinbarung, ist zu prüfen, ob diese vorhandene Vereinbaru ng den Anforderungen des § 35 LJagdG n.F. genügt. Der vorsätzliche oder fahrlässige Verstoß gegen das Gebot aus § 35 Abs. 3 LJagdG n.F. stellt gemäß §48 Abs. 2 Nr. 14 LJagdG n.F. eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße von bis zu 5.000,00 Euro geahndet werden kann. Um sich nicht den Fahrlässigkeitsvorwurf entgegenhalten lassen zu müssen, ist daher jeder Jagdausübungsberechtigte gefordert, auf den Abschluss der Wildfolgevereinbarung mit den Jagdausübungsberechtigten der benachbarten Jagdbezirke hinzuwirken. Inwieweit jagdausübungsberechtigte Personen auf den Abschluss der Wildfolgevereinbarung hinwirken müssen, bestimmt die Natur der zu treffenden Vereinbarung. Einerseits ist der Abschluss der Wildfolgevereinbarung innerhalb der vorgegebenen Frist gesetzlich vorgeschrieben; andererseits handelt es sich um eine zivilrechtliche Vereinbarung. Hieraus ergibt sich, dass nicht alle von einer Seite vorgegebenen Bedingungen von der anderen Seite angenommen werden müssen, sondern zwischen den Jagdnachbarn ausgehandelt werden können. Erforderlich ist jedoch das ernsthafte Bemühen um den Abschluss der Vereinbarung. Dieses ernsthafte Bemühen erfordert es, dem Jagdnachbarn den Abschluss einer konkreten Wildfolgevereinbarung anzutragen.

Da dieses Angebot im Zweifel nachgewiesen werden muss, empfiehlt es sich, den jagdausübungsberechtigten Personen des benachbarten Jagdbezirkes das Angebot der Wildfolgevereinbarung unter Zeugen zu übergeben oder mittels eingeschriebenen Briefes zu übersenden, sofern ein fristgerechtes Einvernehmen nicht zu erzielen ist. Die Anzeige des zum Abschluss unwilligen Jagdnachbarn ist dagegen nicht dafür erforderlich, die eigene Fahrlässigkeit zu beseitigen. Wie in allen jagdnachbarschaftlichen Angelegenheiten sollten beide Seiten ein „gesundes Miteinander“ anstreben und versuchen, gemeinsam zu einer vernünftigen Lösung zu kommen.

Eine Muster Wildfolgevereinbarung kann hier herunter geladen werden. Sie ist vollständig auszufüllen und von allen beteiligten jagdausübungsberechtigten Personen zu unterzeichnen. Es empfiehlt sich zudem, den Gesetzestext des § 35 LJagdG n.F. einmal zu lesen.

Planung Gesellschaftsjagden

In Kürze beginnt wieder die Treibjagdsaison, bei denen auch Bundes- Landes- und Kreisstraßen betroffen sind. Während dieser Jagden kommt es immer wieder verstärkt zu Wildwechsel auf den betroffenen Straßen.

Die Verkehrsteilnehmer werden in der Regel durch Verkehrszeichen 101 Straßenverkehrsordnung „Gefahrstelle“ versehen mit dem Zusatzschild „Treibjagd“ auf diese Gefahrenstellen hingewiesen.

Hierzu ist von den Jagdpächtern frühzeitig, spätestens 14 Tage vor Beginn der Jagd, ein entsprechender Antrag bei der Kreisverwaltung Vulkaneifel, Mainzer Straße 25, 54550 Daun, einzureichen.

Nähere Auskünfte erteilt Edwin Gräfen, Telefon: 06592/933-216

Gesellschaftsjagden

Wir alle kennen sie, die Jäger, die auf Drückjagden fast immer Anlauf haben und fast immer Beute machen. Sie sind aber nicht etwa „Günstlinge Dianas“, nein, sie verhalten sich nur richtig auf dem Stand und sind in der Lage, jagdliche Chancen auszunutzen. Wildmeister Hans-Joachim Duderstaedt gibt einige Tipps aus jahrzehntelanger Praxis.

Zum Üben ist unser Schalenwild nicht „geeignet“. Geübt wird auf dem Schießstand und nicht auf der Jagd.
 Drei Faktoren bestimmen nach meinen Beobachtungen den Jagderfolg einzelner Jäger auf Drückjagden:

  • Die richtige Ausrüstung
  • Das richtige Verhalten auf dem Stand
  • Schießtraining in Theorie und Praxis

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Wenn man nicht jeden Schuss nachsucht traurig !!

 

Das passiert wenn man nicht jeden Schuss kontrolliert oder bei Schweiss am Anschuss keine fachgerechte Nachsuche macht !!

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass diese Bilder in keiner Weise in Verbindung mit der Kreisgruppe Vulkaneifel e.V. gebracht werden soll, es soll einzig und alleine zum Nachdenken anregen.

  

   

Wildbret aus heimischen Wäldern

Unser Wald ist ein naturnahes Ökosystem.

 

Er ist Lebensraum und Rückzugsgebiet vieler Tier- und Pflanzenarten.
So bietet er auch unseren heimischen Wildtierarten eine gesunde Umwelt.
Natürliche Nahrungsquellen wie frische Gräser, Kräuter, Knospen und Früchte und genügend Bewegungsmöglichkeiten sind Grundlage für eine ausgezeichnete Wildfleischqualität.

Wildbret die gesunde Ernährung

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